Marita`s Gedichte Seite

I n h a l t :
"Bergeinsamkeit" "Zurück zum Meer"

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Norwegen

Als unser Herrgott die Erde erschuf, hatte er bereits den
Menschen des 21.Jahrhunderts vor Augen. Er wußte, daß der
Mensch mit viel Streß und Hektik durch seine Tage jagen würde.
So beschloß er sofort etwas dagegen zu tun.
Aus lauter Liebe schuf er ein Land mit ganz, ganz wenig Zweibeinern, im aufrechten Gang. Dafür nahm er die strahlende, volle Sonne der Südsee, setzte dazu die Eisberge der Arktis,
verband alles mit herrlich tosenden Wasserfällen und
streute, wie Streußel auf einen Kuchen, ein paar saftige Wiesen
darüber. Damit die Weite auch richtig zum Tragen kommen konnte,
wurde das Bild schön abgerundet mit Höhen und Tiefen , eben
viel unberührter Natur.
Dorthin sollte der schutzsuchende Homosapiens fliehen können,
wenn er mal wieder bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt...
...wenn seine Seele, wie ein kleines Pflänzchen, kurz vor dem Verdorren
nach Ausruhen, Tiefdurchatmen,
Schönheit, Natur und Frieden schreit.
...wenn der Blick des Menschen sehnsuchtsvoll aus der Großstadt
und dem Lärm der Massen nach "Auftanken" schreit.
Deshalb danken wir für " Norge " und wünschen, daß dieses Land bewahrt bleibt in seiner Schönheit, so, wie es ist.
Kraft und Zuversicht sollen alle die Homosapiens hier finden, die sich
aufmachen, danach in dieser schönen Natur zu suchen.

Der Nordfjord

 

Bergeinsamkeit

 

Alle Wunder der Natur entfalten sich beim wandern nur

steigst Du in das "Fjell" hinein, wirst Du bald ein Teil des ganzen sein

Mit jedem Schritt bergauf und bergab fällt Dein Alltag von Dir ab

Es zieht Dich magisch hinauf zu den lichten Bergeshöh'n

Du willst dann wie ein Vogel über die saftig grünen Täler seh'n

So über allen Gedanken schwebend, ganz befreit,

das nenne ich Bergeinsamkeit

 

Zurück zum Meer

Ich komme gern an das blaue Meer

um an seinen langem Ufer zu sitzen

und in der strahlenden Sonne zu schwitzen

um nach den weißen Muscheln zu fassen

und den feinen Sand durch meine Finger rieseln zu lassen

um den lachenden, spielenden Kindern zu zuschauen

wie sie große Burgen bauen.

Ich komme gern an das blaue Meer

um die rastlos kreischenden Möwen, hoch in ihren blauen Weiten

mit sehnsuchtsvollen Blicken zu begleiten

um in der glitzernd kühlenden See zu stehen

oder unbeschwert schwimmen zu gehen

Ich komme zurück zum blauen Meer

um die bedrohlich wogende Gischt zu sehen

und an der stürmisch tosende Brandung zu stehen

um den harten Sturm in meinen Kleidern zu fühlen

und die salzige Luft auf der kalten Haut zu spüren

Ich komme zurück zum blauen Meer

um an meinem wild brausendem Meer zu verweilen

und den fernen weiten Ozean in mich aufzunehmen.

Jetzt kann ich tief durchatmen und alles besser verstehen

und in die Zukunft gelassener sehen

 

Die Lofoten


Schwere Wolken driften vom eisigen Meer herüber
starker Schneesturm kommt hernieder
Die letzten Fischer treibt es ,
aus ihrem gemütlichen Haus
bei jedem Wetter hinaus
Mächtige Bergspitzen erheben sich
erscheinen wie dunkle Sagengestalten
die schon ewig über die Menschen walten
Plötzlich öffnet sich am grauen Himmel ein kleines Tor
eine strahlend, helle Wintersonne tritt hervor
Gibt es dann noch eine klare kalte Frostnacht
erobern gespenstisch wirkende Polarlichter
die Dunkelheit mit Macht
Durch die Lofoten, im Herbst zu wandern
führt von einem Wetterextrem zum andern.
(Marita Schuldt)